In-Ceram (Wol-Ceram)

 

Zusammenfassung

Die erste Vollkeramik-Krone, die Ihnen die Präparation eines konservativen Federrands oder abgeschrägten Rands ermöglicht. In-Ceram-Primäkronen werden aus Vita® In-Ceram® Aluminamaterial hergestellt. Die natürliche Ästhetik von - In-Ceram ist das Ergebnis einer Dentin-farbenen Primärkrone, die ein Durchscheinen verhindert.

 

Materialien

In-Ceram setzt innovative Technologie ein, um das natürliche Aussehen echter Zähne nachzuempfinden. In-Ceram-Primärkronen, Brücken und Implantatpfeiler werden aus VITA In-Ceram-, Spinell-, Alumina- und Zirkonoxid-Materialien hergestellt. Die endgültige Verblendung der Restauration erfolgt nach Standardverfahren mit einer beliebigen, derzeit für In-Ceram auf dem Markt befindlichen Keramiksorte. u.a. Vita VM7, Vita Alpha, Noritake Cerabien, Jensen Creation AV oder Vintage AL Esthetic Porcelain.


Fakten über In-Ceram-Materialien...


Bewährt

Andere Vollkeramik-Systeme legen besondere Betonung auf hohe Festigkeit oder kurzfristige Erfolgsquoten. Was wirklich zählt, ist jedoch die langfristige klinische Zuverlässigkeit. VITA® In-Ceram® ist das einzige Vollkeramik-System, das sich in mehr als 13 Jahren in Millionen erfolgreicher Restaurationen bewährt hat. Die über 98%-ige Erfolgsquote von In-Ceram steht für eine Restauration, in die Sie und Ihre Patienten vollstes Vertrauen setzen können.


flexibel

Mit In-Ceram haben Sie die Kontrolle. Sie erhalten die Optionen, mit denen Sie die physikalischen Eigenschaften Ihrer In-Ceram-Restauration optimieren und an die einzigartigen Anforderungen jeder einzelnen Situation anpassen können. Diese Möglichkeiten erhalten Sie von keinem anderen Vollkeramik-System.

 

Physikalische Eigenschaft (Festigkeit):

In-Ceram Zirconia = 700 MPa Biegefestigkeit 1
In-Ceram Alumina = 500 MPa Biegefestigkeit2
In-Ceram Spinell = 350 MPa Biegefestigkeit2


Literaturhinweise

1. Vita Zahnfabrik Technical Bulletin, 1998.
2. Seghi, Sorensen Int J Prothodont 8:239-246, 1995.


Physikalische Eigenschaft (Transluzenz):

In-Ceram Spinell = Sehr hohe Transluzenz
In-Ceram Alumina = Hohe Transluzenz
In-Ceram Zirconia = Moderate Transluzenz

 

Physikalische Eigenschaft (Optimale Farbanpassung):

In-Ceram, mit Vitadur® Alpha-Keramik in den neuen Vitapan® 3D-Master™-Farben oder in den Vita Classical-Farben verblendet


Physikalische Eigenschaft (Anpassbarer Rand):

In-Ceram kann im Gegensatz zu gefertigten Primärkronen vor der Glasinfiltration auf einfache
Weise geschliffen werden.


Verblendung mit VITAVM7

Eine Verblendung mit VITAVM7-Material bietet Ihnen und Ihren Patienten enorme Vorteile. VM7 weist herausragende physikalische Eigenschaften auf und liefert auf Grund seiner extrem feinen Mikrostruktur klinische Trageeigenschaften, die dem Zahnschmelz nachempfunden sind.

 

Vorteile von VITAVM7

  • VM7 ist auβerordentlich schonend für den Antagonisten im Gegenkiefer

  • VM7 weist eine optimale Brandstabilität auf und erhält darum auch nach mehreren Bränden noch Farben und Morphologie

  • VM7 liefert die lebensechtesten Ergebnisse in der modernen Dentalkeramik

  • VM7 verwendet die bewährte Zahnfarbenermittlung des 3D-Master-Systems

Verblendung mit VITADUR ALPHA

Vitadur Alpha ist eine komplett neue Entwicklung auf der Grundlage von Studien über natürliche Zähne; es ist metallfrei und für den konventionellen Einsatz genauso geeignet wie für die neuen Vollkeramik-Anwendungen. Vitadur Alpha wurde mit groβer Sorgfalt an den Refraktionsindex, den Reflexionseigenschaften und die Transparenz natürlicher Zähne angepasst. Vitadur Alpha verwendet eine groβe Bandbreite von Keramiktypen für Farbeffekte, insbesondere in den Bereichen des Zahnschmelzes und der Schneidekante. Vitadur Alpha ist auch im Hinblick auf Luminiszenz und Transluzenz dem natürlichen Zahn sehr ähnlich.

 

Weitere, für das Wol-Ceram-System verwendete Materialien...


Noritake Cerabien

ist ein speziell entwickeltes Keramikmaterial, mit dessen Hilfe alle Kronen und Brücken für Alumina-Gerüste hergestellt werden können. Es erzeugt keine Allergien und hat den Vorteil, dass im Zahnhalsbereich keine schwarzen Linien zu erkennen sindNoritake Cerabien ist ein speziell entwickeltes Keramikmaterial, mit dessen Hilfe alle Kronen und Brücken für Alumina-Gerüste hergestellt werden können. Es erzeugt keine Allergien und hat den Vorteil, dass im Zahnhalsbereich keine schwarzen Linien zu erkennen sind.


Jensen Creation AV

wurde speziell für die Verwendung mit Aluminiumoxid-Primärkronen zusammengestellt, wie z.B. In-Ceram(r). Creation AV vereint die Vorzüge traditioneller Keramik mit den ästhetischen Vorteilen von Vollkeramik-Restaurationen.


Vintage AL Esthetic Porcelain

ist das Ergebnis jahrelanger Erfahrung in der Entwicklung von Keramikmaterialien. Das Basic Vintage Porcelain Kit wird durch einen vollen Zubehörsatz ergänzt, der den Techniker in die Lage versetzt, qualitativ hochwertigen, ästhetischen Zahnersatz auf wirtschaftliche Weise herzustellen.


Zementierung für In-Ceram

Für In-Ceram können Sie jeden konventionellen Zement verwenden. Wenn Sie In-Ceram adhäsiv befestigen wollen, verwenden Sie Panavia 21 TC oder Rely X von 3M. VEWENDEN SIE KEINEN Glasinomer-Harz oder GIR, der sich ausdehnt.


Häufig gestellte Fragen zu Wol-Ceram

F] Was ist Wol-Ceram?

Wol-Ceram ist ein neues, hochentwickeltes Elektro-Beschichtungs-System und CAD-CAM-System, mit dem feste Keramikrestaurationen aus Zirkonoxid, Alumina oder Spinell All hergestellt werden.

F] Was ist der Unterschied zwischen

Wol-Ceram und In-Ceram?

Wol-Ceram ist ein Herstellungsprozess, bei dem das bewährte In-Ceram-Material von Vita verwendet wird.

F] Ist In-Ceram ein festes Material?

Ja. Es gehört zu den Materialien, die sich in Millionen erfolgreicher klinischer Einzelfälle in mehr als einem Jahrzehnt bewährt haben.


F] Haben die Primärkronen alle die gleiche Zahnfarbe?

Nein. Sie sind vorgefärbt in der Dentinfarbe, Vitapan
3D-Master- oder Vita Classical-Farbe.


F]
Wie funktioniert das Wol-Ceram-System?

Es verwendet ein Elektro-Beschichtungs-Verfahren, bei dem das Material elektrostatisch aufgeladen und eine gleichmäβige Materialschicht auf die Form aufgebracht wird.

F] Was sind die Vorteile bei der Verwendung des Wol-Ceram-Systems?

  • Herstellung von Primärkronen, Brücken, Verblendungen und Implantatpfeilern

  • Arbeitet direkt mit dem Erstmodell

  • Kein spezieller Rand erforderlich

  • Sehr kostengünstig

  • Produktion im Haus

  • Kurze Bearbeitungszeiten

  • Vorgefärbt in Dentin-Farbe

F] Ist für Wol-Ceram eine bestimmte Präparation erforderlich?

Es ist kein spezieller Rand erforderlich. Funktioniert mit jeder Präparation.

F] Welche Art der Zementierung wird empfohlen?

Am empfehlenswertesten sind: Panavia 21 T
und RelyX von 3M.

 

Die Auswahl des richtigen Materials für Restaurationen an Frontzähnen

Die Zahntechnik befindet sich immer noch in einer Phase der „ästhetischen Revolution“, die mehr Möglichkeiten der Wiederherstellung bietet als je zuvor, mit denen Sie den Bedürfnissen Ihrer Patienten noch besser gerecht werden können. Diese Vielzahl von Informationen gibt Ihnen enorme Möglichkeiten, sich optimal um Ihre Patienten zu kümmern - aus ästhetischer und funktionaler Sicht sowie im Hinblick
auf die Gesundheitsprophylaxe. Sie kann aber auch verwirrend sein, wenn es darum geht zu entscheiden, welche die beste Option für Ihre Patienten ist.

„Faktoren, die sich auf die Auswahl eines Zahnersatzes auswirken“

Von Dr. John C Cranham


Wählen Sie das für Ihren Patienten richtige Material:

Es gibt wahrscheinlich nichts Verwirrenderes als das Blättern durch die Vielzahl ästhetischer Materialien,
die für die Auswahl des richtigen Produkts in einer bestimmten Situation zur Verfügung stehen. In der Praxis neigen wir dazu, uns mit ein oder zwei Materialien vertraut zu machen und dann unsere Patienten an das Material anzupassen. Das ist nicht
die beste Methode, Zahnheilkunde zu betreiben.


Seien Sie sich über Ihre Optionen im Klaren

Eine viel klügere Methode ist es, sich die Zeit zu nehmen, die Vorteile so vieler Materialien wie möglich kennenzulernen, sodass Sie konsequent das richtige Material auswählen können, um die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten zu erfüllen. Der Zweck dieser Auswahl ist es, Ihnen die erforderlichen Informationen zu verschaffen, um den optimalen Behandlungsplan für Ihre Patienten erstellen zu können.

 

Materialauswahlkriterien

Es gibt mindestens sechs Faktoren, die Sie bei der Auswahl des Restaurationsmaterials beachten sollten. Wir wollen hier kurz auf jeden einzelnen Faktor eingehen.

 

  1. Ästhetisches Risiko

    Typischerweise sind in einem jugendlichen Lächeln 1,0-1,3 mm Zahnstruktur an der Schneidekante zu sehen. Wenn der Patient einen hohen ästhetischen Anspruch hat und beim Lächeln viel Zahnstruktur erkennen lässt (mehr als 7 mm Hypermobilität), sollten Sie ein Material wählen, das so gute kosmetische Eigenschaften wie möglich aufweist. Ist für den Patienten die Ästhetik nicht von so zentraler Bedeutung und sind die Zähne nicht so stark sichtbar, ist es sinnvoller, ein haltbareres Material zu wählen - auch wenn hier unter Umständen aus ästhetischer Sicht ein Kompromiss eingegangen wird.

    Eine weitere Überlegung ist die Frage, ob die zu Grunde liegende Farbe der Frontzähne überdeckt werden muss oder ob die Farbe durch den Zahnersatz hindurch zu erkennen sein soll. Es sollte ein Material verwendet werden, dass transparent genug ist, um die natürliche Farbe durchschimmern zu lassen oder undurchsichtig genug, um eine unästhetische Grundfarbe zu überdecken.

  2. Okklusales Risiko

    Wenn Sie eine Arbeit für einen Patienten erstellen, achten Sie darauf, jedes Anzeichen für Kiefergelenkstörungen oder -symptome, okklusale Muskelerkrankungen, Schmerzen oder Ermüdung der Kaumuskulatur (Spannungskopfschmerz), Zahnverschleiβ, Zahnmobilität ohne parodontale Destruktion oder Zahnbewegungen zu beachten. Solche Probleme sollten als Anzeichen für einen Patienten mit hohem okklusalen Risiko gewertet werden. Ästhetische Restauration sind hier zwar immer noch eine Option, besondere Aufmerksamkeit muss hier aber der Entwicklung eines okklusalen Schemas gewidmet werden, das ein harmonisches stomatognathes System gewährleistet.

  3. Menge des verbleibenden Zahnschmelzes

    Einer der besten Gründe für die Erhaltung der Zahnstruktur während eines Adhäsivsvorgangs ist es, eine höchstmögliche Menge verbleibenden Zahnschmelzes zu erhalten, da die kristalline Struktur des Schmelzes weitaus weniger veränderlich als die des Dentins ist. Neueste Untersuchungen zu Verblendkeramiken in den vergangenen zehn Jahren lassen vermuten, dass sechs von sieben fehlgeschlagenen Restaurationen (Anteil der fehlgeschlagenen Restaurationen 4%) nur teilweise mit dem Dentin verklebt waren. Zwar zeigt die Erfolgsquote, welch gute Resultate mit Verblendkeramiken erzielt werden, sie macht aber auch deutlich, dass so viel Zahnschmelz wie möglich erhalten werden sollte.

  4. Menge und Qualität des verbleibenden Dentins

    Neueste Studien beschäftigen sich auch mit der Frage, wie die Verklebung mit sklerotischem und kariösem Dentin sich auf die Festigkeit auswirkt. Zwar ist im Mundinnern ein vorhersagbarer Erfolg der Verklebung ohnehin schwer zu erzielen, aber es scheint auch eine Verbindung zwischen der Festigkeit der Verklebung und der Art des vorhandenen Dentins zu existieren. Eine gute Daumenregel lautet hier, eine traditionell zementierte Restauration vorzusehen, wenn es Bereiche verfärbten Dentins gibt, die ohne Betäubung keine Empfindlichkeit gegenüber kaltem Wasser, einem Luftstrahl oder der Präparation aufweisen. Solche Anzeichen können darauf hinweisen, dass das feuchte Netz aus Collagen innerhalb des Dentins erhebliche Veränderungen aufweist und damit die erforderliche optimale Klebefestigkeit beeinträchtigt.

  5. Möglichkeit der Aufrechterhaltung einer 100%-igen Isolation

    I Wenn während des Adhäsivsvorgangs keine 100%-ige Isolation aufrechterhalten werden kann, ist ein Misserfolg vorprogrammiert. Tiefe subgingivale Restaurationen, Patienten mit eingeschränkter Kieferöffnung oder jeder andere Bereich, in dem keine Isolation möglich ist, sind klassische Beispiele für klinische Situationen, in denen traditionelle Zementierungen angeraten sein können.

  6. Wunsch nach maximaler Zahnerhaltung

    Allgemein wird empfohlen, nur so viel von der Zahnstruktur wegzunehmen, wie für eine maximale Ästhetik sowie ausreichende Verankerung und Widerstandsfähigkeit erforderlich ist, und die verbleibende Zahnstruktur zu erhalten.

Literaturhinweise

  1. Spear F: The maxillary central incisor edge: a key to esthetic and functional treatment planning. Compend Cant Educ Dent 20 (6): S 12-S 16, 1999.9. Garber DA: Porcelain laminate veneers: ten years later. Part I: Tooth preparation. J Esthet Dent 5(2):56-S9, 1993.



  2. Dawson P: Evaluation, Diagnosis, and Treatment of Occlusal Problems. C.V. Mosby, 1989.

  3. Dumfahrt H, Schaffer H: Porcelain laminate veneers, a retrospective evaluation after 1 to 10 years of service: Part II: Clinical results. Int J Prothodont 13(I):9-I 8, 2000.

  4. Yoshiyama M, Urayama A, Kimoch T, et al: Comparison of conventional vs self-etching adhesive bonds to caries-affected dentin. Oper Dent 25 (3): 163-169, 2000.

  5. Nakajima M, Ogata M, Okuda M, et al: Bonding to caries-affected dentin using self-etching primers. Am J Dent 12(6):309-3 14, 1999.

  6. Nakabayashi N, Pashley D: Hybridization of Dental Hard Tissues. Quintessence Publishing Co., 1998.

   
 

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