Procera

 

Zusammenfassung

Procera® ist ein hochfester Vollkeramik-Zahnersatz, der transparente und metallfreie Ästhetik mit erhöhter Biegefestigkeit, Biokompatibilität und einer präzisen Anpassung verbindet.

Hochfester Vollkeramik-Zahnersatz


CAD/CAM Hochfester Vollkeramik-Zahnersatz aus Procera AllCeram

Procera AllCeram liefert Ihnen einen bewährten Vollkeramik-Zahnersatz, der die vitale, transparente Ästhetik eines Vollkeramik-Zahnersatzes mit der Festigkeit und Haltbarkeit eines metallkeramischen ERSATZES VERBINDET.

 

Bei einer weltweit ausgelieferten Stückzahl von 2.000.000 seit 1989 wurde eine Erfolgsquote von 99% erzielt. Auf Grund der ästhetischen Vollkeramik-Eigenschaften von Procera, seiner hohen Festigkeit und des konventionellen Zementierungsverfahrens haben wir Procera den „Select Award” für zementierbare, hochfeste Vollkeramik-Restaurationen verliehen.

 

Eine Restauration mit Procera AllCeram umfasst zwei Technologieebenen – einen mittels CAD/CAM hergestellten hochfesten Keramik-Kern aus gesintertem Aluminiumoxid in Verbindung mit transparenter Verblendkeramik. Die Alumina-Kerne werden mit Hilfe einer CAD/CAM-Technologie hergestellt, die für eine genaue Randeinpassung sorgt, und sind in zwei Stärken erhältlich: 0,4 mm für Frontzähne und 0,6 mm für Frontzähne, Backenzähne, und Brückenarbeiten.

 

Das patentierte Procera-Sinterverfahren gewährleistet, dass jede Primärkrone außergewöhnlich fest ist (687 MPa und damit doppelt so fest wie andere Vollkeramik-Materialien), und verleiht der Primärkrone ein semitransparente Färbung. Diese Transluzenz verleiht der Verblendkeramik einen warmen, zahnfarbenen Grundton, auf dessen Grundlage ein natürlicher Farbton vollkommen ohne Opazität erzielt werden kann. Eine spezielle Verblendkeramik mit einem speziell für Procera entwickelten CTD verleiht dem endgültigen Zahnersatz ein natürliches, vitales Aussehen, das es praktisch unmöglich macht, einen Procera-Zahnersatz von einem natürlichen Zahn zu unterscheiden.

 

Procera AllCeram kann für Einzelkronen im Front- oder Seitenzahnbereich verwendet werden.

 


Indikationen und Materialvorteile

  • Einzelkrone für Front-/Seitenzahnbereiche

  • Vollkeramikoption für Einsatzbereiche, in denen eine höhere Festigkeit gefordert wird

  • Vollkeramikoption für Einsatzbereiche, in denen eine konventionelle Zementierung erforderlich ist - kann auf konventionelle Weise zementiert oder mit der Zahnstruktur verklebt werden

  • Exzellente Wahl für die Zementierung auf Implantatpfeilern

Kontraindikationen

  • Nicht für Einzelkronen zu verwenden, bei denen nur begrenzter Raum für eine Zahnreduktion vorhanden ist

  • Auf Grund der Opazität des Kernmaterials ist die Verwendung in Fällen mit extrem hohen Weiβwerten (BLEACHFARBEN) problematisch

  • Nicht zu verwenden, wenn mehrere benachbarte Brückenglieder erforderlich sind, Bruxismus und/oder Zahnfleischprobleme, schief stehende hintere Seitenzähne oder eine provisorische Zementierung vorliegen

Zementierung/Verklebung

Auf Grund seiner hohen Biegefestigkeit kann Procera auf konventionelle Weise mit dem Zement Ihrer Wahl (konventionell oder Resin-Ionomor-Klebezement) zementiert werden. Falls erforderlich, kann Procera auch adhäsiv befestigt werden.


Präparations-Design

1,0 - 1,5 mm umlaufende, moderate Abschrägung;
1,5 - 2,0 mm inzisale / okklusale Reduktion

 

Die Auswahl des richtigen Materials für Restaurationen an Frontzähnen

Die Zahntechnik befindet sich immer noch in einer Phase der „ästhetischen Revolution“, die mehr Möglichkeiten der Wiederherstellung bietet als je zuvor, mit denen Sie den Bedürfnissen Ihrer Patienten noch besser gerecht werden können. Diese Vielzahl von Informationen gibt Ihnen enorme Möglichkeiten, sich optimal um Ihre Patienten zu kümmern - aus ästhetischer und funktionaler Sicht sowie im Hinblick auf die Gesundheitsprophylaxe. Sie kann aber auch verwirrend sein, wenn es darum geht zu entscheiden, welche die beste Option für Ihre Patienten ist.


„Faktoren, die sich auf die Auswahl eines Zahnersatzes auswirken“

Von Dr. John C Cranham

Wählen Sie das für Ihren Patienten richtige Material:

Es gibt wahrscheinlich nichts Verwirrenderes als das Blättern durch die Vielzahl ästhetischer Materialien,
die für die Auswahl des richtigen Produkts in einer bestimmten Situation zur Verfügung stehen. In der Praxis neigen wir dazu, uns mit ein oder zwei Materialien vertraut zu machen und dann unsere Patienten an das Material anzupassen. Das ist nicht die beste Methode, Zahnheilkunde zu betreiben.

Seien Sie sich über Ihre Optionen im Klaren

Eine viel klügere Methode ist es, sich die Zeit zu nehmen, die Vorteile so vieler Materialien wie möglich kennenzulernen, sodass Sie konsequent das richtige Material auswählen können, um die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten zu erfüllen. Der Zweck dieser Auswahl ist es, Ihnen die erforderlichen Informationen zu verschaffen, um den optimalen Behandlungsplan für Ihre Patienten erstellen zu können.

Materialauswahlkriterien

Es gibt mindestens sechs Faktoren, die Sie bei der Auswahl des Restaurationsmaterials beachten sollten. Wir wollen hier kurz auf jeden einzelnen Faktor eingehen.

  1. Ästhetisches Risiko

    Typischerweise sind in einem jugendlichen Lächeln 1,0-1,3 mm Zahnstruktur an der Schneidekante zu sehen. Wenn der Patient einen hohen ästhetischen Anspruch hat und beim Lächeln viel Zahnstruktur erkennen lässt (mehr als 7 mm Hypermobilität), sollten Sie ein Material wählen, das so gute kosmetische Eigenschaften wie möglich aufweist. Ist für den Patienten die Ästhetik nicht von so zentraler Bedeutung und sind die Zähne nicht so stark sichtbar, ist es sinnvoller, ein haltbareres Material zu wählen - auch wenn hier unter Umständen aus ästhetischer Sicht ein Kompromiss eingegangen wird.

    Eine weitere Überlegung ist die Frage, ob die zu Grunde liegende Farbe der Frontzähne überdeckt werden muss oder ob die Farbe durch den Zahnersatz hindurch zu erkennen sein soll. Es sollte ein Material verwendet werden, dass transparent genug ist, um die natürliche Farbe durchschimmern zu lassen oder undurchsichtig genug, um eine unästhetische Grundfarbe zu überdecken.

  2. Okklusales Risiko

    Wenn Sie eine Arbeit für einen Patienten erstellen, achten Sie darauf, jedes Anzeichen für Kiefergelenkstörungen oder -symptome, okklusale Muskelerkrankungen, Schmerzen oder Ermüdung der Kaumuskulatur (Spannungskopfschmerz), Zahnverschleiβ, Zahnmobilität ohne parodontale Destruktion oder Zahnbewegungen zu beachten. Solche Probleme sollten als Anzeichen für einen Patienten mit hohem okklusalen Risiko gewertet werden. Ästhetische Restauration sind hier zwar immer noch eine Option, besondere Aufmerksamkeit muss hier aber der Entwicklung eines okklusalen Schemas gewidmet werden, das ein harmonisches stomatognathes System gewährleistet.

  3. Menge des verbleibenden Zahnschmelzes

    Einer der besten Gründe für die Erhaltung der Zahnstruktur während eines Adhäsivsvorgangs ist es, eine höchstmögliche Menge verbleibenden Zahnschmelzes zu erhalten, da die kristalline Struktur des Schmelzes weitaus weniger veränderlich als die des Dentins ist. Neueste Untersuchungen zu Verblendkeramiken in den vergangenen zehn Jahren lassen vermuten, dass sechs von sieben fehlgeschlagenen Restaurationen (Anteil der fehlgeschlagenen Restaurationen 4%) nur teilweise mit dem Dentin verklebt waren. Zwar zeigt die Erfolgsquote, welch gute Resultate mit Verblendkeramiken erzielt werden, sie macht aber auch deutlich, dass so viel Zahnschmelz wie möglich erhalten werden sollte.

  4. Menge und Qualität des verbleibenden Dentins

    Neueste Studien beschäftigen sich auch mit der Frage, wie die Verklebung mit sklerotischem und kariösem Dentin sich auf die Festigkeit auswirkt. Zwar ist im Mundinnern ein vorhersagbarer Erfolg der Verklebung ohnehin schwer zu erzielen, aber es scheint auch eine Verbindung zwischen der Festigkeit der Verklebung und der Art des vorhandenen Dentins zu existieren. Eine gute Daumenregel lautet hier, eine traditionell zementierte Restauration vorzusehen, wenn es Bereiche verfärbten Dentins gibt, die ohne Betäubung keine Empfindlichkeit gegenüber kaltem Wasser, einem Luftstrahl oder der Präparation aufweisen. Solche Anzeichen können darauf hinweisen, dass das feuchte Netz aus Collagen innerhalb des Dentins erhebliche Veränderungen aufweist und damit die erforderliche optimale Klebefestigkeit beeinträchtigt.

  5. Möglichkeit der Aufrechterhaltung einer 100%-igen Isolation

    I Wenn während des Adhäsivsvorgangs keine 100%-ige Isolation aufrechterhalten werden kann, ist ein Misserfolg vorprogrammiert. Tiefe subgingivale Restaurationen, Patienten mit eingeschränkter Kieferöffnung oder jeder andere Bereich, in dem keine Isolation möglich ist, sind klassische Beispiele für klinische Situationen, in denen traditionelle Zementierungen angeraten sein können.

  6. Wunsch nach maximaler Zahnerhaltung

    Allgemein wird empfohlen, nur so viel von der Zahnstruktur wegzunehmen, wie für eine maximale Ästhetik sowie ausreichende Verankerung und Widerstandsfähigkeit erforderlich ist, und die verbleibende Zahnstruktur zu erhalten.

Literaturhinweise

  1. Spear F: The maxillary central incisor edge: a key to esthetic and functional treatment planning. Compend Cant Educ Dent 20 (6): S 12-S 16, 1999.9. Garber DA: Porcelain laminate veneers: ten years later. Part I: Tooth preparation. J Esthet Dent 5(2):56-S9, 1993.

  2. Dawson P: Evaluation, Diagnosis, and Treatment of Occlusal Problems. C.V. Mosby, 1989.

  3. Dumfahrt H, Schaffer H: Porcelain laminate veneers, a retrospective evaluation after 1 to 10 years of service: Part II: Clinical results. Int J Prothodont 13(I):9-I 8, 2000.

  4. Yoshiyama M, Urayama A, Kimoch T, et al: Comparison of conventional vs self-etching adhesive bonds to caries-affected dentin. Oper Dent 25 (3): 163-169, 2000.

  5. Nakajima M, Ogata M, Okuda M, et al: Bonding to caries-affected dentin using self-etching primers. Am J Dent 12(6):309-3 14, 1999.

  6. Nakabayashi N, Pashley D: Hybridization of Dental Hard Tissues. Quintessence Publishing Co., 1998.
   
 

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