IPS Empress

 

Zusammenfassung

Dieser gepresste, vollkeramische Zahnersatz ist eine hochwertige metallfreie Alternative, denn er weist die erforderliche Festigkeit, Haltbarkeit und das natürliche Aussehen auf, um maximale Ästhetik bei langfristiger Funktionalität zu gewährleisten.


Gepresste Verblendkeramik, Kronen und Brücken aus Empress® & Eris

Gelegentlich wird eine vollkeramische Restauration benötigt, die fester ist als Schichtkeramik, um die angestrebten ästhetischen Ziele optimal zu erfüllen. In solchen Situationen sind Restaurationen aus Presskeramik die ideale Lösung. Sie können für Veeners, Vollkronen und Brücken im Frontzahnbereich eingesetzt werden (bei Verwendung einer 4,0 mm x 4,0 mm großen Verbindungsstelle).

 

Presskeramik eignet sich gut für Situationen, in denen nicht genügend Platz vorhanden ist, um einen metallunterstützten Zahnersatz zu fertigen. Es ist zudem möglich, ein Veener neben einer Krone aus dem gleichen Material einzusetzen und damit ein ästhetisch einwandfreies Resultat zu erzielen. An dieser Stelle sollte betont werden, dass man niemals verschiedene Keramikarten nebeneinander verwenden sollte, da sich die optischen Eigenschaften der Keramiktypen unterscheiden. Wird eine Vollkeramik-Krone neben einer Verblendschale platziert, sind Materialien aus Presskeramik hervorragend geeignet.

 

Sun Dental Labs bietet Ihnen drei extrem erfolgreiche Materialalternativen für Presskeramik an.

 

IPS Empress Esthetic:

Seit Jahren bieten wir unseren Kunden die vielen Vorzüge und ästhetischen Vorteile von IPS Empress-Presskeramik. Durch die Hinzunahme eines weiteren IPS Empress-Sortiments - IPS Empress Esthetic - konnten die exzellenten ästhetischen Ergebnisse nochmals verbessert werden. IPS Empress Esthetic verwendet eine neue, leuzitverstärkte Keramik mit einer gröβeren Auswahl an Farbschattierungen der Rohlinge und einer verstärkten Dichte der Rohlinge für eine verbesserte Biegefestigkeit. In Verbindung mit der neuen Produktreihe der IPS Empress Esthetic Layering Porcelains setzt Empress Esthetic neue Maβstäbe für Verblendschalen aus Presskeramik und den Einzelzahnersatz im Frontbereich (ab dem kleinen Seitenzahn), die höchsten ästhetischen Ansprüchen genügen.


IPS Eris:

Wenn eine eingliedrige Brücke aus Presskeramik im Frontzahnbereich oder eine 3-gliedrige Brücke im Seitenzahnbereich indiziert ist, empfiehlt Sun Dental Labs die Verwendung von IPS Eris. Die beiden Alternativen aus Presskeramik vereinen die Schönheit von Presskeramik mit der zusätzlichen Festigkeit eines Gerüsts aus Lithium-Disilikat. Eris verfügt über einen gepressten Kern verzweigter, nadelförmiger Lithiumdisilikat-Kristalle. Das Lithiumdisilikat bildet eine Basis, die eine doppelt so hohe Festigkeit (300 MPa) und doppelt so hohe Bruchzähigkeit aufweist wie die ursprünglichen leuzitverstärkten Rohlinge. Die für Eris verwendete einzigartige Apatitkeramik wird dann geschichtet und mit einer Glasur sowie einer Innenfarbe versehen. Das Ergebnis ist ein fester und schöner Zahnersatz, der es Ihnen ermöglicht, die ästhetischen Möglichkeiten zu erweitern, die Sie Ihren Patienten anbieten können.

 

Indikationen und Materialvorteile

  • Vollkeramikoption für Einsatzbereiche, in denen eine höhere Festigkeit gefordert wird

  • Einsetzbar, wenn mehr als 2,0 mm nicht unterstützte Keramik vorhanden sind

  • Verwendung für Vollkeramik- Veeners mit 0,6 - 0,8 mm fazialer Reduktion Verwendung für Vollkeramik-Kronen mit 1,5 - 2,0 mm Reduktion

  • Verwendung für Vollkeramik-Brücken bei Einsatz eines 4,0 mm x 4,0 mm groβen Verbindungsstelle

  • Verwendung für Kombinationen aus Keramik-Verblendschalen mit Vollkeramik-Kronen/Brücken

Kontraindikationen

  • Wenn die empfohlene Mindeststärke nicht eingehalten werden kann

  • Eine Tangentialpräparation vorliegt

  • Icht für Brücken im Front- und Seitenzahnbereich zu verwenden, wenn eine groβe

  • Verbindungsstelle (z.B.: 4 x 4 mm) zwischen den einzelnen Gliedern nicht möglich ist



Verklebung

Eine IPS Empress Esthetic-Krone sollte mit einem auf dem Zahnschmelz/Dentin aufgebrachten Adhäsions-Befestigungssystem aufgebracht werden - einem Dual Cure-Harzzement, d.h. Nexus 2 (Kerr), Variolink 11 (Ivoclar/Vivadent). Veeners sollten mit einem lichthärtenden Harzzement befestigt werden - RelyX Veneer Cement System (3M).


Präparations-Design

1,5 - 2,0 mm umlaufend, mit abgrundeter, starker Abschrägung, 1,5 mm inzisale Reduktion

 

Die Auswahl des richtigen Materials für Restaurationen an Frontzähnen

Die Zahntechnik befindet sich immer noch in einer Phase der „ästhetischen Revolution“, die mehr Möglichkeiten der Wiederherstellung bietet als je zuvor, mit denen Sie den Bedürfnissen Ihrer Patienten noch besser gerecht werden können. Diese Vielzahl von Informationen gibt Ihnen enorme Möglichkeiten, sich optimal um Ihre Patienten zu kümmern - aus ästhetischer und funktionaler Sicht sowie im Hinblick auf die Gesundheitsprophylaxe. Sie kann aber auch verwirrend sein, wenn es darum geht zu entscheiden, welche die beste Option für Ihre Patienten ist.

 

„Faktoren, die sich auf die Auswahl eines Zahnersatzes auswirken“

Von Dr. John C Cranham


Wählen Sie das für Ihren Patienten richtige Material:

Es gibt wahrscheinlich nichts Verwirrenderes als das Blättern durch die Vielzahl ästhetischer Materialien, die für die Auswahl des richtigen Produkts in einer bestimmten Situation zur Verfügung stehen. In der Praxis neigen wir dazu, uns mit ein oder zwei Materialien vertraut zu machen und dann unsere Patienten an das Material anzupassen. Das ist nicht die beste Methode, Zahnheilkunde zu betreiben.

 

Seien Sie sich über Ihre Optionen im Klaren

Eine viel klügere Methode ist es, sich die Zeit zu nehmen, die Vorteile so vieler Materialien wie möglich kennenzulernen, sodass Sie konsequent das richtige Material auswählen können, um die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten zu erfüllen. Der Zweck dieser Auswahl ist es, Ihnen die erforderlichen Informationen zu verschaffen, um den optimalen Behandlungsplan für Ihre Patienten erstellen zu können.

 

Materialauswahlkriterien

Es gibt mindestens sechs Faktoren, die Sie bei der Auswahl des Restaurationsmaterials beachten sollten. Wir wollen hier kurz auf jeden einzelnen Faktor eingehen.

  1. Ästhetisches Risiko

    Typischerweise sind in einem jugendlichen Lächeln 1,0-1,3 mm Zahnstruktur an der Schneidekante zu sehen. Wenn der Patient einen hohen ästhetischen Anspruch hat und beim Lächeln viel Zahnstruktur erkennen lässt (mehr als 7 mm Hypermobilität), sollten Sie ein Material wählen, das so gute kosmetische Eigenschaften wie möglich aufweist. Ist für den Patienten die Ästhetik nicht von so zentraler Bedeutung und sind die Zähne nicht so stark sichtbar, ist es sinnvoller, ein haltbareres Material zu wählen - auch wenn hier unter Umständen aus ästhetischer Sicht ein Kompromiss eingegangen wird.

    Eine weitere überlegung ist die Frage, ob die zu Grunde liegende Farbe der Frontzähne überdeckt werden muss oder ob die Farbe durch den Zahnersatz hindurch zu erkennen sein soll. Es sollte ein Material verwendet werden, dass transparent genug ist, um die natürliche Farbe durchschimmern zu lassen oder undurchsichtig genug, um eine unästhetische Grundfarbe zu überdecken.

  2. Okklusales Risiko

    Wenn Sie eine Arbeit für einen Patienten erstellen, achten Sie darauf, jedes Anzeichen für Kiefergelenkstörungen oder -symptome, okklusale Muskelerkrankungen, Schmerzen oder Ermüdung der Kaumuskulatur (Spannungskopfschmerz), Zahnverschleiβ, Zahnmobilität ohne parodontale Destruktion oder Zahnbewegungen zu beachten. Solche Probleme sollten als Anzeichen für einen Patienten mit hohem okklusalen Risiko gewertet werden. Ästhetische Restauration sind hier zwar immer noch eine Option, besondere Aufmerksamkeit muss hier aber der Entwicklung eines okklusalen Schemas gewidmet werden, das ein harmonisches stomatognathes System gewährleistet.

  3. Menge des verbleibenden Zahnschmelzes

    Einer der besten Gründe für die Erhaltung der Zahnstruktur während eines Adhäsivsvorgangs ist es, eine höchstmögliche Menge verbleibenden Zahnschmelzes zu erhalten, da die kristalline Struktur des Schmelzes weitaus weniger veränderlich als die des Dentins ist. Neueste Untersuchungen zu Verblendkeramiken in den vergangenen zehn Jahren lassen vermuten, dass sechs von sieben fehlgeschlagenen Restaurationen (Anteil der fehlgeschlagenen Restaurationen 4%) nur teilweise mit dem Dentin verklebt waren. Zwar zeigt die Erfolgsquote, welch gute Resultate mit Verblendkeramiken erzielt werden, sie macht aber auch deutlich, dass so viel Zahnschmelz wie möglich erhalten werden sollte.

  4. Menge und Qualität des verbleibenden Dentins

    Neueste Studien beschäftigen sich auch mit der Frage, wie die Verklebung mit sklerotischem und kariösem Dentin sich auf die Festigkeit auswirkt. Zwar ist im Mundinnern ein vorhersagbarer Erfolg der Verklebung ohnehin schwer zu erzielen, aber es scheint auch eine Verbindung zwischen der Festigkeit der Verklebung und der Art des vorhandenen Dentins zu existieren. Eine gute Daumenregel lautet hier, eine traditionell zementierte Restauration vorzusehen, wenn es Bereiche verfärbten Dentins gibt, die ohne Betäubung keine Empfindlichkeit gegenüber kaltem Wasser, einem Luftstrahl oder der Präparation aufweisen. Solche Anzeichen können darauf hinweisen, dass das feuchte Netz aus Collagen innerhalb des Dentins erhebliche Veränderungen aufweist und damit die erforderliche optimale Klebefestigkeit beeinträchtigt.

  5. Möglichkeit der Aufrechterhaltung

    einer 100%-igen Isolation
    I Wenn während des Adhäsivsvorgangs keine 100%-ige Isolation aufrechterhalten werden kann, ist ein Misserfolg vorprogrammiert. Tiefe subgingivale Restaurationen, Patienten mit eingeschränkter Kieferöffnung oder jeder andere Bereich, in dem keine Isolation möglich ist, sind klassische Beispiele für klinische Situationen, in denen traditionelle Zementierungen angeraten sein können.

  6. Wunsch nach maximaler Zahnerhaltung

    Allgemein wird empfohlen, nur so viel von der Zahnstruktur wegzunehmen, wie für eine maximale Ästhetik sowie ausreichende Verankerung und Widerstandsfähigkeit erforderlich ist, und die verbleibende Zahnstruktur zu erhalten.

Literaturhinweise

  1. Spear F: The maxillary central incisor edge: a key to esthetic and functional treatment planning. Compend Cant Educ Dent 20 (6): S 12-S 16, 1999.9. Garber DA: Porcelain laminate veneers: ten years later. Part I: Tooth preparation. J Esthet Dent 5(2):56-S9, 1993.

  2. Dawson P: Evaluation, Diagnosis, and Treatment of Occlusal Problems. C.V. Mosby, 1989.

  3. Dumfahrt H, Schaffer H: Porcelain laminate veneers, a retrospective evaluation after 1 to 10 years of service: Part II: Clinical results. Int J Prothodont 13(I):9-I 8, 2000.

  4. Yoshiyama M, Urayama A, Kimoch T, et al: Comparison of conventional vs self-etching adhesive bonds to caries-affected dentin. Oper Dent 25 (3): 163-169, 2000.

  5. Nakajima M, Ogata M, Okuda M, et al: Bonding to caries-affected dentin using self-etching primers. Am J Dent 12(6):309-3 14, 1999.

  6. Nakabayashi N, Pashley D: Hybridization of Dental Hard Tissues. Quintessence Publishing Co., 1998.

     
 

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